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Frank Sarodnick
veröffentlicht am: 2. Februar 2020

letztes Update:      2. August 2021


Für WordPress gibt es eine riesengroße Auswahl an Plugins und ständig werden es mehr. Wir stellen dir einige Plugins vor, die wir selbst auf unseren Seiten oder den Seiten unserer Kunden verwenden. Einige Plugins erhöhen die Performance von WordPress-Seiten, andere sind wichtig für einzelne Bausteine der Webseite.

Mit Plugins erweiterst du die Funktionalität deiner Webseite. Es bringt aber nichts, wenn du wie wild diverse Plugins installierst. Das kann dazu führen, dass deine Webseite langsam wird und schwer zu administrieren ist.

Es kann dir auch passieren, dass einzelne Plugins untereinander nicht kompatibel sind. Daher solltest du Plugins mit Bedacht einsetzen und nur Schritt für Schritt installieren. Erstelle vor der Installation ein Backup. Nach der Installation heißt es testen, testen, testen.

Das gilt auch für die nachfolgenden Plugin – Empfehlungen. Wir können nicht garantieren, dass sie mit deiner individuellen WordPress-Installation fehlerfrei laufen.

404page

Mit Hilfe diese Plugins erstellst du schnell deine 404-Seite. Die 404-Seite wird angezeigt, wenn Inhalte auf deiner Seite nicht mehr verfügbar sind. Wenn z.B. ein Backlink auf einen deiner Artikel verlinkt und du hast den Artikel gelöscht.
Normalerweise gibt es eine 404-Standardseite. Aber wenn du deine eigene 404-er Seite erstellst, kannst du fehlgeleitete Besucher netter empfangen und ihnen eine kleine Hilfestellung geben, was sie wo auf deiner Seite finden. Mach dir die Mühe. Es ist wenig Aufwand und macht immer einen guten Eindruck.
Wenn du das Plugin installiert hast, findest du direkt ein paar kurze Erklärvideos im gleichnamigen Menüpunkt:

Wordpress Plugins 404

Der Link zum Plugin: 404page von Peter Raschendorfer


Autoptimize – das Optimierungs-Plugin

Das Plugin optimiert die Performance also die Ladezeit einer Seite. Es hilft dir, html, JavaScript (JS) und css-Dateien zu minimieren. Den technischen Hintergrund möchte ich an dieser Stelle außen vor lassen. Nur soviel: Vereinfacht ausgedrückt sind html, JS und css Programmiercodes, die Zeile für Zeile von Programmen oder Menschen geschrieben wird. Dies dient der Übersichtlichkeit.

Ein Computer kann den Code aber auch dann lesen, wenn z.B. die Leerzeichen und Zeilenumbrüche fehlen. Und genau das erledigt das Plugin Autoptimize. Es minimiert den Code dadurch, dass es den für den Computer unnötigen Ballast entfernt. Das verbessert die Ladezeit deiner Webseite, weil der Code zusammengeschoben wird und Leerzeichen entfernt werden.

Einstellungen JavaScript

Um die JavaScript-Dateien zu minimieren, brauchst du nur 2 Häkchen setzen. Es kann sein, dass einige Plugins Schwierigkeiten haben, wenn JS minimiert ist. Du kannst diese Scripte aber explizit ausschließen.

WordPress Plugins JS optimieren

Einstellungen zu css-Dateien

Für die Optimierung der css-Dateien sind die 3 markierten Stellen sinnvoll. Du kannst auch hier wieder bestimmte css-Dateien ausschließen.

Wordpress Plugins

Anmerkung: Das Zusammenfügen von css und JavaScript-Dateien bringt keine Geschwindigkeitsvorteile bei https2. Bei https2 werden die Dateien parallel geladen. Dadurch ist https2 generell schneller. 

Einstellungen zu html

Die html-Dateien optimiert du, indem du einfach den Haken in dem entsprechenden Kasten setzt:

Wordpress html optimieren

Einstellungen zu Bildern

Es hat sich bewährt, Bilder erst dann zu laden, wenn der Nutzer auf der Seite weiter nach unten scrollt. Das verkürzt die Ladezeit für den sichtbaren Bereich (above the fold) deiner Webseite, weil weniger geladen werden muss. Das späte Laden heißt „lazy load“.

Falls der Nutzer direkt auf einen anderen Navigationspunkt surft, werden die Bilder nicht geladen. Schließlich will der Nutzer sie ja nicht sehen.

Wordpress Bilder optimieren

Optimierung von Bildern werden nicht in diesem Plugin vorgenommen. Dazu nimmst du besser das Plugin „EWWW Image Optimizer“. Ich stelle es weiter unten vor.

Der Link zum Plugin: Autoptimize von Frank Goossens

Async JavaScript

Wenn du beim Testen deiner Webseite feststellst, daß JavaScript-Dateien immer noch die Performance behindern, kannst du das Plugin Async JavaScript ausprobieren. Es stammt aus der Feder des Entwicklers von „Autoptimize“. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese beiden WordPress Plugins miteinander harmonieren. Das Plugin „Async JavaScript“ ergänzt „Autoptimize“.

Der Wizard vereinfacht die Einstellung, da er während der Einrichtung verschiedene Varianten probiert. Ich habe mit dem Wizard sehr gute Erfahrungen gemacht.

Wordpress Plugins JavaScript optimieren

Um den Wizard zu nutzen, brauchst du ein Konto bei GTmetrix.com. Das Konto ist kostenfrei und ich empfehle es dir für diese Aufgabe. Generell ist GTmetrix eines der wichtigsten Tools, wenn du die Performance deiner Webseite überwachen und prüfen willst. Das Konto wird dir in jedem Fall helfen. Siehe auch unter „Webmaster-Tools„. 

Der Link zum Plugin: Async JavaScript von Frank Goossens

Borlabs-Cookies

Über das Thema DSGVO und Cookies will ich mich an dieser Stelle nicht auslassen. Ich nutze und empfehle das Plugin „Borlabs Cookie“. Damit passt du deine Seite den Anforderungen in Bezug auf Cookies schnell und einfach an. Es gibt dazu ganz hervorragende Videos in deutsch. In den einzelnen Videos auf Youtube erklärt Borlabs jeden Menüpunkt Schritt für Schritt. 

Etwas versteckt und in den Videos auch nur kurz angerissen ist das Layout der „Cookie-Box“. Das ist die Box, in der der Nutzer seine Präferenzen angibt. Ich nutze die „Box-Advanced“. Diese kannst du hier einstellen:

Wordpress Plugins für cookies

Der Link zur Webseite von Borlabs Cookie.

Business Reviews Bundle

Mit Hilfe dieses Plugins kannst du Bewertungen, die du auf Google My Business erhalten hast, den Besuchern deiner Seite zeigen. Du kannst ebenso Bewertungen von Facebook und Yelp einbinden.

Review Bundle

Das Plugin ist zwar kostenpflichtig, aber es lohnt sich, wenn du bereits viele positive Google-Bewertungen hast. Stelle sie auf deiner Website! Die Bewertungen zeigen schließlich, dass du kompetent bist und das Vertrauen deiner Kunden genießt. Aus SEO – Sicht ein sehr wichtiges Kriterium!

Du findest mehr zu diesem Thema in dem Artikel „Was ist E-A-T“.

Der Link zum Plugin: Business Reviews Bundle.

Easy Table of Content

Diese Plugin zeigt das Inhaltsverzeichnis deines Artikels oder deines Blogbeitrages an. Auf dieser Seite hast du bestimmt im oberen Teil bereits das Inhaltsverzeichnis gesehen. 

Besonders bei längeren Artikeln ist das Inhaltsverzeichnis für deine Nutzer angenehm und nützlich. Der Besucher kann direkt zu einem interessanten Absatz springen kann.

Ein weiterer Vorteil des Plugins besteht darin, dass es nur Überschriften zeigt, die mit dem „H-Tag“ versehen sind. Dadurch hast du selbst eine sehr gut Kontrolle über deine Überschriftenstruktur.

Suchmaschinen lieben Struktur und sie erkennen, dass deine Texte ein saubere, lesbare Struktur haben. Die Überschriften sind zudem Relevanzsignale dar. Die sind für Suchmaschinen extrem wichtig und entsprechend hoch gewertet werden. 

Der Link zum Plugin: „Easy Table of Content“ (deutsch) von Steven A. Zahm

EWWW Image Optimizer – das Plugin für Bilder

Das Plugin hilft dir, deine Bilder zu komprimieren. Am besten ist es natürlich, wenn du bereits verkleinerte, skalierte Bilder in deine Mediathek lädst. Du kannst Bilder z.B. mit Affinity Photo skalieren (siehe auch „Webmaster-Tools„). EWWW Image Optimizer wird dann diese Bilder nochmals komprimieren und eine deutliche Einsparung erreichen.

Aus SEO – Sicht ist eine kleine Bildgröße wichtig, weil sie hilft, die Ladezeiten zu verringern. Eine kurze Ladezeit ist für Google und andere Suchmaschinen wichtig und wird positiv gewertet.

Das Plugin ist gut dokumentiert und das Backend ist in deutscher Sprache. Du wirst dich recht leicht zurecht finden.

Einen Tipp habe ich aber trotzdem für dich:
Setze im Reiter „WebP“ den Haken bei „JPG/PNG nach „WebP“. 

Wordpress und web

Das WebP ist ein modernes Bildformat und wurde von Google 2010 eingeführt. Bilder im WepP-Format haben ein geringere Größe als Bilder in jpg/png. 
Logischerweise unterstützt Googles Browser Chrome das WebP.Format. Opera unterstützt seit 2011 und Firefox seit 2019. Hier ist die genaue Übersicht, welche Browser-Version WebP unterstützt (Stand Nov.19):

webP Format

Anmerkung: Mit dem WebP-Format hast du ideale Bilder für deinen Blog oder für Artikel. Wenn du aber z.B. Fotograf bist und auf deiner Seite hochwertigste Fotos präsentieren willst, solltest du vorher testen, ob WebP zu viel des Guten ist.

Der Link zum Plugin: EWWW Image Optimizer von Exactly WWW.

YOAST SEO 

Diese Plugin darf natürlich nicht in der Aufzählung fehlen. Ausführliche Infos zur Handhabung dieses Plugins findest du in dem Beitrag „YOAST SEO„.

Wenn Du YOAST SEO installiert hast, bedeutet das aber noch lange nicht, dass du „SEO machst“. Sicherlich unterstützt dich YOAST SEO bei einigen Aspekten der Suchmaschinenoptimierung. Aber das reicht nicht aus, wenn du einen langsamen Hoster hast oder kein SSL installiert hast.

SEO ist wesentlich umfangreicher, als nur ein Plugin. Halte Dir das immer vor Augen, auch wenn die Yoast-Ampel alles grün zeigt!

Der Link zum Plugin: YOAST SEO von Team Yoast

UpdraftPlus

Eines der wichtigsten WordPress Plugins ist UpdraftPlus für deine Backups. Es ist extrem wichtig, dass du vor jeer größeren Änderung unbedingt Backups machst. Es kann immer passieren, dass beim Update eines Plugin etwas nicht stimmt. Dann wirst du froh sein, wen du noch eine Backup hast.

Eine wichtige Funktion findest du in dem Reiter "Einstellungen". Hier kannst du festlegen, dass das Backup auf einem anderen Speicherplatz gespeichert wird. Das hat mehrere Vorteile. Zum einen ist es sicherer, ein Backup auf einem anderen physischen Platz zu haben. Zum zweiten hältst du den Speicherplatz deiner WordPress Installation sauber. 

Achte darauf, dass du das Backup datenschutzkonform abspeicherst. Dazu kannst du das Backup per WebDAV auf einen Server in Deutschland spielen. Wie das geht, steht in dem Artikel 7 Schritte: WordPress Backup mit WebDAV.

Der Link zum Plugin: UpdraftPlus 

Disclaimer

Da jede WordPress Installation einzigartig ist, kann keine Garantie gegeben werden, dass alle WordPress Plugins – insbesondere im Zusammenspiel mit bereits installierten Plugins oder Themes – reibungslos funktionieren.

Ich rate dringend, vor Installation von neuen Plugins eine Sicherheitskopie (Backup) anzulegen. Außerdem rate ich dringend dazu, die Plugins zuerst in einer Testumgebung auszuprobieren!

Autor

Frank Sarodnick

Frank Sarodnick hat Physik und Ökonomie studiert. Er beschäftigt sich seit Jahren mit IT-Anwendungen für und in Unternehmen. Seine Leidenschaft ist es, Business-Strategien in Verbindung mit der allgemeinen Digitalisierung zu entwicklen und zu implementieren.