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Simone Sarodnick
veröffentlicht am: 20. Juli 2019

letztes Update:      27. November 2021


Um eine Website bei Suchmaschinen auf den vordersten Plätzen zu positionieren, nehme ich eine Reihe von Webmaster Tools zur Hilfe. Es gibt nicht nur die bekannten Google Webmaster Tools, sondern noch viele andere interessante Tools für die SEO-Arbeit. Diese stelle ich hier kurz vor. Die Tools ergänzen sich und ich benutze je nach Aufgabe und Umfang das eine oder andere Programm stärker. Lass Dich inspirieren!

Webmaster Tools für SEO

Ich stelle die meine Webmaster Tools vor, die ich bei der Suchmaschinenoptimierung favorisiere und mit denen ich ständig arbeite. Die Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Jeder Webmaster hat weitere Tools und Programme, mit denen er gern arbeitet. Ich zeige Dir meine Tools für:

  • Webseiten-Check
  • SEO-Analyse
  • Bildbearbeitung
  • SEO-Texte

Tools für den Webseiten-Check

PageSpeed Insights

PageSpeed Insights ist ein Produkt von Google, das Webmastern Empfehlungen gibt, wie sie ihre Websites schneller machen können. Webmaster nutzen das Produkt, um die Leistung ihrer Seiten zu diagnostizieren und zu verbessern, wobei der Schwerpunkt auf der Geschwindigkeit liegt.

Für eine erste, schnelle Überprüfung der Ladezeit deiner Webseite ist das Google Webmaster Tool PageSpeed Insight sehr gut geeignet.

Die Bewertung wird in Form einer Ampel mit Zahlen ausgedrückt. Je höher die Zahl, desto besser. Idealerweise liegt deine Site nahe 100.

Das Google Webmaster Tool PageSpeed Insight ist also eine schnelle und einfache Methode, um die Ladegeschwindigkeit deiner Website zu überprüfen. Du gibst eine beliebige URL ein, die du überprüfen möchtest, und das Tool sagt dir, wie lange es dauert, bis der Inhalt der Seite geladen ist.

Außerdem informiert es dich darüber, welche Parameter die Leistung verbessern können, wenn sie noch nicht optimal sind.

Mit Pagespeed Insights erhältst du auch Einblicke in die "Core Web Vitals".

Core Web Vitals sind die wesentlichen Inhalte einer Seite, die geladen sein müssen, damit die Seite von Google als brauchbar angesehen wird. Wenn die Seite zu lange zum Laden braucht, wird sie in den Suchmaschinenergebnisseiten (SERPs) schlechter bewertet.

Du gibst also die URL der zu überprüfendenWebseite ein und erhältst dein Ergebnis in dieser Form:

PageSpeed Insights

Google gibt dir Hinweise, was du alles verbessern kannst. Viele Hinweise lassen sich schnell umsetzen. Doch freue dich nicht zu früh, einige Hinweise erfordern mehr Arbeit, insbesondere wenn sie die Bildoptimierung und die Serverkonfigurationen betreffen.

Du brauchst für PageSpeed Insights KEIN Google Konto, während du bei Google Analytics oder Google Adwords ein Konto benötigst.
Leider kannst du bei PageSpeed Insights immer nur eine einzige Seite (URL) eingeben und prüfen. Aber es gibt Abhilfe:


Bulk PageSpeed Check

Mit diesem kostenlosen Tool von Experte.de testest du eine Vielzahl von URL automatisch. Nach Eingabe einer URL crawlt das Tool die Webseite und ermittelt den PageSpeed für jede Unterseite. Sehr praktisch, um einen schnellen Überblick zu bekommen und langsame Unterseiten zu identifizieren.

Das Crawling ist begrenzt auf 60 Sekunden und 500 URLs.  

Besonders gut gefällt mir der Modus „Keyword“. In diesem Modus legst du dein Keyword fest. Anschließend ermittelt das Tool die Geschwindigkeit der Top50-Ergebnisse bei Google. Dadurch kannst du wunderbar sehen, ob dein Wettbewerb besonders schnell ist, oder ob du selbst noch Reserven hast.
Die PageSpeed-Daten sind dabei identisch zu den Daten von Google PageSpeed Insights.

Pagespeed Bulk Abfrage

Mobile friendly

Seit längerer Zeit deklariert Google, dass Website-Betreiber auf die Optimierung ihrer Webseiten für mobile Endgeräte Wert legen. Diese Forderung ist auch unter dem Begriff „mobile first“ bekannt.

Im März 2020 hat Google das „mobile first“ aktiv ausgerollt. Das bedeutet, dass die Optimierung für mobile Endgeräte ist ein wichtiger Ranking-Faktor ist. 

Eine Website gilt als mobilfreundlich, wenn sie ein gutes Nutzererlebnis bietet, wenn sie von einem mobilen Gerät aus aufgerufen wird. Das bedeutet in der Regel, dass Text und Bilder der Website die richtige Größe für kleine Bildschirme haben und dass die Navigation der Website auf einem Touchscreen leicht zu bedienen ist.

Google hat ein Tool namens "Mobile-Friendly Test", mit dem Webmaster feststellen können, ob ihre Website mobilfreundlich ist. Das Tool analysiert eine Webseite und berichtet darüber, wie gut sie auf mobilen Geräten funktioniert.

Der Mobile-Friendly Test ist einfach zu bedienen. Gib einfach die URL der Seite ein, die du testen willst, und das Tool wird dir mitteilen, ob die Seite mobilfreundlich ist oder nicht.

Mobile First Test Tool


Falls deine Seite noch nicht „mobile friendly“ ist, solltest du unbedingt aktiv werden. Immer mehr User surfen via Smartphone oder Tablet. In vielen Branchen und Bereichen sprechen statistische Daten von bereits mehr als 70% der Nutzer, die Websites nicht mehr über einen Desktop aufrufen.

Ohne eine Seite im sogenannten responsive Design erreichst du diese Nutzer nicht mehr und fällst im Ranking zurück.

GTmetrix

GTmetrix ist ein kostenloser Web-Dienst, mit dem du die Performance Deiner Webseite prüfst. Dabei wird getestet, ob und inwieweit wichtige Performance-Methoden auf der Seite angewendet werden. Dazu zählen beispielsweise die Bildkomprimierung, Cache-Einstellungen, Minimierung von CSS, HTML und JavaScript. Für die Einstufung verwendet GTmetrix einen übersichtlichen Index von 1 bis 100 und eine Abstufung von A – D. Die Resultate sind grafisch gut und übersichtlich dargestellt.

Webmaster Tool GTMetrix

Richte dir einen kostenlosen Account ein. Damit kannst du unter „Page Settings“ den Server Standort ändern. Die Voreinstellung ist Sydney, was für dich wahrscheinlich wenig sinnvoll ist. Besser ist es, wenn du als Serverstandort London auswählst.


Pingdom

Das Tool Pingdom ist ebenfalls hervorragend für einen schnellen Überblick geeignet. Du siehst auf einen Blick die gesamte Performance, die Seitengröße, die Ladezeit und die Requests deiner Seite. Ausserdem gibt dir das Tool Pingdom viele Hinweise, um die Performance deiner Seite zu verbessern.

Video über Meta Description

Diese Live wurde am 26.11.2021 aufgenommen.
Wenn du bei den Lives dabei sein willst, dann abonniere die Facebook-Seite "SEO Power mit Simone Sarodnick".

Du kannst dieses Video übrigens auch auf Facebook anschauen.

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Webmaster Tools für die SEO-Analyse

Google Search Console (GSC)

Die Google Search Console, auch als „GSC“ abgekürzt ist ein kostenloser Service von Google. Dieses Webmaster Tool musst du unbedingt kennen, denn du kannst viele Statistiken Deiner Webseite einsehen. Dadurch erkennst du viel Optimierungspotential.

Schnell und unkompliziert überprüfst du die Leistung deiner Seite. Auf eventuelle Fehler, die in der Search Console angezeigt werden, solltest du möglichst schnell reagieren und die Fehler beheben. Nicht nur Suchmaschinen werten es positiv, wenn Webmaster ihre Seite in Ordnung halten, auch deine Besucher werden es dir danken.

Semrush

Semrush ist ein umfangreiches Tool für SEO-Analysen und Onlinemarketing. Das Tool ist sehr mächtig und umfangreich. Außerdem bekommt es regelmäßig Updates und der Funktionsumfang erweitert sich. Plane dir also Zeit für die Einarbeitung ein. Du wirst es nicht bereuen!
Ich kann an dieser Stelle nur einige wichtige Funktionen auflisten, die für die SEO-Arbeit wichtig sind und die du brauchst:

  • umfangreiche Keyword-Analyse
  • Keyword-Analyse deines Wettbewerbers
  • Wettbewerbsanalyse – sowohl in der Übersicht, als auch im Detail
  • SEO Content Template und SEO Writing Assistent (Textanalysen- und Empfehlungen)
  • CPC Analysen (Analyse der Advertising Kosten)
Semrush

Entdecke noch viel mehr Möglichkeiten. Semrush bietet eine 7-Tage Testversion.

Screaming Frog

Das Programm „Screaming Frog“ ist ein SEO-Tool für die Analyse von Webseiten.

Bereits in der kostenlosen Version kann du bis zu 500 URLs crawlen. Falls du mehr Seiten crawlen möchtest, bezahlst du für die Vollversion 149 Pfund (Stand Juni 2019).
Für die gebotene Leistung und Funktionsvielfalt ist das absolut in Ordnung. 
Der Screaming Frog legt seinen Focus auf bereits vorhandene Daten einer Webseite (Unsitte-Analyse). Er listet also nur Fakten auf und gibt dir keine Empfehlungen oder Tipps.

Wenn du Screaming Frog ausprobieren willst, musst du ihn dir herunterladen und auf deinem Rechner installieren. Nach dem Start des Programms gibst du die Webseite an, die Du untersuchen willst. Anschließend „ok“ drücken und schon wird die Seite abgesucht. Die Resultate sind in Tabellen zusammengefaßt und stehen dir zum Download zur Verfügung. Du kannst entweder direkt im Screaming Frog die Sortierungen und Auswertungen vornehmen oder du exportierst die Daten in ein anderes Programm z.B. Excel oder Knime.

Screaming frog für SEO Analysen

Der Screaming Frog stellt dir sehr viele Daten bereit. Daher unser Tipp: Beschäftige dich mit der Konfiguration. Dadurch sparst du Zeit und überlastest den Server nicht.

Die richtige und gründliche Recherche nimmt Zeit in Anspruch und die richtigen Werkzeuge kosten auch Geld. Du kannst den „Wert“ einer besseren Position berechnen, um dir die Entscheidung zu erleichtern. Wie das geht, steht in dem Beitrag Rechnet sich SEO.

Tools für Bildbearbeitung

Affinity Photo

Das Programm Affinity Photo ist dir vielleicht noch nicht bekannt. Es handelt sich um ein umfangreiches und professionelles Bildbearbeitungsprogramm. Affinity Photo steht in seinem Funktionsumfang dem Platzhirsch nicht nach. Es gibt aber einen gewaltigen Unterschied. Das ist sein Preis. Affinity Photo kostet lediglich im mittleren zweistelligen Bereich!

Ich nutze Affinity Photo zur Optimierung der Bilder um gute Resultate im Sinne von SEO zu erhalten. Suchmaschinen lieben es, wenn Bilder bereits für das Internet angepasst sind. Das funktioniert mit Affinity Photo schnell und in wenigen Schritten.

Auf YouTube findest Du viele sehr gute Tutorials. Inzwischen sind auch viele Tutorials in deutsch verfügbar und etliche beschäftigen sich mit dem Umstieg auf Affinity Photo. Diese erleichtern den Einstieg in die Bildbearbeitung.

Canva

Canva ist ein Web-Tool, welches es dir ermöglicht, schnell und einfach eigene Design-Grafiken zu erstellen. Es läßt sich sehr intuitiv benutzen und du brauchst keine Vorkenntnisse dazu.

Drag and Drop lautet das Prinzip. Mit Hilfe von Canva kannst du insbesondere Grafiken für die Sozialen Medien wie Facebook, Instagram, Twitter usw. erstellen. Du kannst aber auch Präsentationen mit Canva erstellen. Gut finde ich, dass der Download in verschiedenen Formaten, darunter auch als pdf möglich ist.
In der „Pro-Version“ kannst du u.a. deine eigenen Fonts hochladen. Damit setzt du dein Corporate Identity um.

Mein Tipp: Du hast eine Grafik in Canva erstellt und heruntergeladen. Bearbeite sie unbedingt in z.B. Affinity Photo, um sie auf die optimale Größe für das Web zu formatieren.

Webmaster Tools für SEO-Texte

Analysen mit Semrush

Mit dem Tool  Semrush kann man auch hervorragend Texte analysieren. Besonders gefällt mir, dass man die Top-Seiten zu einem bestimmten Keyword schnell analysieren kann. Du siehst auf einen Blick, welche Schlüsselwörter an welcher Stelle verwendet wurden. Dadurch kannst du dich schnell orientieren und deinen Text besser schreiben. Der „Writing Assistant“ gibt dir gute Hinweise für deine Texte. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Hinweise des „Writing Assistant“ und von „Yoast SEO“ sehr gut ergänzen. Ich habe beide Tools im Einsatz.

Answer The Public

Du willst wissen, welche Fragen User zu einem bestimmten Schlüsselwort stellen?

Dann frag sie doch einfach. Auf der Webseite „Answer the Public“gibst du im Suchfeld dein Wort ein, stellst „deutsch“ als Sprache ein und los geht es. Du wirst verblüfft sein, welcher Kontext für dein Wort möglich ist. Aus SEO-Sicht hilft dir „Answer the Public“, eine semantische Wolke zu erstellen und auszubauen.

Probiere es aus. Das Tool ist kostenlos. In der Pro-Version kannst du die Länderauswahl eingrenzen. Ob sich das für dich lohnt, musst du selbst entscheiden.

WDF-IDF Tool

WDF steht für „within document frequency“ und die Abkürzung IDF steht für „inverse document frequency„. Details, wie genau diese beiden Bausteine zusammenarbeiten, findest du auf den Seiten des Tools. An dieser Stelle sei gesagt, dass du mit Hilfe des WDF-IDF Tools deine Texte optimieren kannst. Ziel ist es, dass Google deine Webseite als die Relevanteste (entsprechend der Suchintension des Nutzers) einstuft und dich in den Top-Positionen aufführt.
Nutze das WDF-IDF Tool in Verbindung mit den anderen Textanalysen von „Semrush“ und „Answer the Public“. Dann bist du auf einem guten Weg, tolle Texte zu kreieren.

WDF IDF Tool

WordPress Plugins – weitere wichtige Webmaster Tools

Yoast SEO

Dieses Plugin ist eines der bekanntesten im WordPress-Universum. Es ist sehr einfach die verschiedenen Einstellungen vorzunehmen. Lies hierzu den Beitrag über Yoast SEO.

Autoptimize

Das Plugin Autoptimize hilft dir, bestimmte Einstellungen vorzunehmen, die deine Website schneller machen.

So fasst das Plugin je nach Auswahl Skripte und CSS zusammen und verkleinert diese. Scripts können in die Fusszeile verschoben werden. Das wirkt sich positiv auf die Performance aus. Eine weitere wichtige Funktion ist die Bildoptimierung. Bilder können in das moderne WebP-Format konvertiert werden. Das WebP-Format hat viele Vorteile in Bezug auf die Bildergröße. Da Google das WebP-Format ausführlich beschreibt und mit Nachdruck empfielt, solltest du es nutzen.

Erwähnenswert ist auch, dass du mit Autoptimize Google-Schriften optimieren kannst und die WordPress Emojis entfernen kannst (falls du diese nicht brauchst). Das alles beschleunigt deine Webseite.

W3 Total Cache

W3 Total Cache ist eines der beliebtesten Cache-Plugins für WordPress. Mit Hilfe dieses Plugins nimmst du Einstellungen vor, damit deine Webseite schneller lädt.
Die Einstellungen bei W3 Total Cache sind sehr umfangreich. Es lohnt sich, wenn du dich mit den Einstellungen vertraut machst. So solltest du beispielsweise bei „Page Cache“ einen Haken setzen. Dadurch wird deine Website statisch in den Cache geladen und nicht ständig dynamisch erstellt. Hinweis: Bei „Page cache method“ wählst du „Disk: Enhanced“ aus.

Neben diesem Plugin gibt es noch eine Reihe von weiteren Dingen, welche die Ladezeit Deiner Webseite verkürzen. Denke immer daran, dass Geschwindigkeit sehr wichtig ist.

Autor

Simone Sarodnick

Simone Sarodnick unterstützt seit 2017 Unternehmen erfolgreich dabei, bei Google in den Top 10 sichtbar zu sein. Sie ist von der IHK zertifizierte SEO/SEA-Managerin. Ihr Wissen teilt sie außerdem in SEO-Workshops und als Speakerin zum Thema SEO.