Weil ich mit ActiveCampaign unzufrieden war, habe ich ein neues Tool für das E-Mail Marketing ausprobiert. Dieser kleinen Serie von Beiträgen geht es darum diesen Wechsel aus der Sichtweise eines echten Nutzers darzulegen. Es geht also konkret um die Lösung von Problemen, die beim E-Mail Marketing auftreten. Ich sage aber gleich vorab, dass dieser Betrag nicht die allgemeinen Information enthält, die auch auf der oder den Seite des Herstellers zu finden sind.

Zunächst möchte ich aber auf die Gründe eingehen, warum ich mit dem bisherigen Tool nicht mehr zufrieden bin. 


Endstation für ActiveCampaign

Activecampaign (AC) ist ein tolles Tool für das E-Mail Marketing. Umfangreiche Automationen sind möglich, recht gute Einbindung in WordPress und vieles mehr. Außerdem bietet ActiveCampaign eine Reihe von Templates, die gerade am Anfang hilfreich sein können. Ich hatte ActiveCampaign mehrere Jahre im Einsatz.

Aber warum dann Endstation für ActiveCampaign?

Es sind mehrere Gründe, die mich zu einem Wechsel bewogen haben.

Langsames Backend

Das Backend, also der Teil, in dem ich eigentlich ständig arbeite, ist wirklich langsam geworden. Anfangs war das noch ganz ok, weil man das Programm ja nocht nicht kennt. Je besser ich aber wußte, was ich klicken wollte, desto nerviger wurde es. Zuerst dachte ich, dass es an meiner Technik liegt. Ich merkte, dass über die Geschwindigkeit von ActiveCampaign in den Facebook-Gruppen offen diskutiert wurde. Mir wurde klar, dass es weder an meiner Technik, noch an meiner Internetverbindung liegt. 


Zustellrate von E-Mails

Der nächste und sehr wichtige Punkt ist, dass die Zustellrate der E-Mails abgenommen hat. Manche E-Mails kommen offensichtlich sehr verspätet oder überhaupt nicht an. Besonders scheint dies Adressen von Freemailern wie web.de und gmx zu betreffen. Ich habe das selbst mit eigenen gmx-Adressen getestet. Die Zustellung erfolgte bei mir zwar bei allen Adressen, aber mit unterschiedlicher zeitlicher Verzögerung.  Auch die Zustellrate wird in der  Facebook-Gruppe immer wieder diskutiert, ohne dass es eine augenscheinliche Lösung dafür gibt.

Nun, ich selbst mag solche Unsicherheit nicht. Mich nervt so etwas einfach. Wenn ich mir mein wachsendes Business vorstelle, weiß ich, dass ich es mir nicht leisten kann, wenn Kunden ihre E-Mails nicht bekommen. Im einfachsten Fall sind sie unzufrieden und sagen bzw. merken nichts. Um schlimmsten Fall fühlen sie sich schlecht behandelt, sehen sie die Angebote nicht und sind dann einfach weg.


Preismodell von ActiveCamaign

Das Preismodell von ActivCampaign stellt sich derzeit (Stand Mai 2021) wie folgt dar.

Die Kosten errechnen sich bei ActiveCampaign nach der Anzahl der aktiven Kontakte. Um das Preismodell zu zeigen, beziehe ich mich auf die günstigste Preisvariante "Lite":  

bis 500 Kontakte - 9 USD pro Monat*  = 108 USD / Jahr = ca. 90 €

bis 1.000 Kontakte - 25 USD pro Monat* = 300 USD / Jahr = ca. 250 €

bis 2.500 Kontakte - 45 USD pro Monat* = 540 USD / Jahr = ca. 450 €

bis 5.000 Kontakte - 79 USD pro Monat* = 948 USD / Jahr = ca. 780 €

* bei jährlicher Zahlung

Wenn man sein Business gerade startet und überhaupt keine E-Mail Liste hat, sind die ca. 90 Euro pro Jahr ja noch ganz ok. So denken sicher viele. Aber dabei wird ja keiner stehenbleiben der von seinem Onlinebusiness leben will. Bei einer wachsenden Zahl von Kontakten wird ActiveCampaign immer teurer. 

Der Einwand, dass man bei 5.000 Kontakten ja endlich erfolgreich sei und dann das Geld auch bezahlen kann, ist nicht unberechtigt.

ABER: Davon wird das Backend auch nicht schneller und die Zustellraten nicht besser.

Wer 5.000 Kontakte hat, braucht die Sicherheit, dass alle E-Mails wirklich ankommen und nicht unterwegs verloren gehen.

Kurz gesagt stört mich, dass die Preise immer stärker wachsen, wenn ich meine Liste aufbaue. Die "Lite"-Version von ActiveCampaign bietet bereits eine Menge. Für für die "Plus"-Version mit weiteren Möglichkeiten sind die Preise nochmals wesentlich teurer.


Datenschutz

Und dann ist da natürlich noch der Datenschutz. Ich mag es, wenn ich weiß, wo die mir anvertrauten Daten liegen.


Fazit

ActiveCampaign ist auf jeden Fall ein starkes Tool. Aber das bedeutet nicht, dass das immer so ist bzw. sein wird. Im Moment kommen neue Lösungen auf den Markt, die den einen oder anderen Bereich besser abdecken. Oder vielleicht einen ganz anderen Ansatz haben.

Im nächsten Teil wird es um das WordPress-Plugin gehen, welches ActiveCampaign bei mir ersetzt.

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Autor

Frank Sarodnick hat Physik und Ökonomie studiert. Er beschäftigt sich seit Jahren mit IT-Anwendungen für und in Unternehmen. Seine Leidenschaft ist es, Business-Strategien in Verbindung mit der allgemeinen Digitalisierung zu entwicklen und zu implementieren.